Muster protokoll gmbh gesellschafterversammlung

Der Beschluss bedarf der Schriftform. Im Falle von Beschlüssen, die nicht einstimmig zustande gekommen sind, verlangen manche Notare auch das Sitzungsprotokoll. Für Ein-Personen-GmbHs gelten beim Gesellschafterbeschluss besondere Regeln. Denn wenn nur eine Person an der GmbH beteiligt ist, muss sie sich nicht selbst zur Gesellschafterversammlung einladen. In diesem Fall ist die Gesellschafterversammlung bereits durch die bloße Anwesenheit des einzigen Gesellschafters beschlussfähig. Der Betreiber einer Ein-Personen-GmbH muss seinen Beschluss per Gesetz protokollieren, um seine Entscheidung zu beweisen. Führt er jedoch kein Protokoll, ist der Beschluss immer noch wirksam. Optimal bereitet man sich auf die Versammlung vor, indem man die Anträge, die dazugehörigen Beschlussalternativen sowie das anzufertigende Versammlungsprotokoll bereits vorformuliert und sich einen Protokollentwurf mit den verschiedenen vorbereiteten Alternativen fertigt. In dieser Weise man sich als Versammlungsleiter anbieten und bereits unmittelbar zum Ende der Versammlung ein vollständiges Protokoll vorlegen, welches jeder anwesende Gesellschafter entgegennehmen, unterzeichnen und mitnehmen kann. Zu Beginn der Versammlung wird die Beschlussfähigkeit festgestellt. Anschließend führt der Versammlungsleiter die Gesellschafter durch die Gesellschafterversammlung und arbeitet jeden Tagesordnungspunkt ab. Am Ende jedes Tagesordnungspunktes wird ein Beschluss gefasst.

Dieser Beschluss wird mitprotokolliert. Wie das Protokoll auszusehen hat, ist der Gesellschafterversammlung überlassen. In jedem Fall sollten pro Beschluss die Mehrheitsverhältnisse dokumentiert werden. Wenn für die Versammlung ein Protokoll angefertigt wurde, sollten alle anwesenden Gesellschafter es unterzeichnen. Die Unterschriften zählen als Bestätigung des protokollierten Inhalts. Auf diese Weise wird die Rechtssicherheit des Beschlusses bestätigt und es müssen keine langwierigen nachträglichen Diskussionen zum Inhalt geführt werden. Stellt ein Gesellschafter jedoch fest, dass das Protokoll inhaltlich inkorrekt ist, muss er dies sofort nach dem Erhalt des Protokolls dem Geschäftsführer schriftlich mitteilen. Spätestens einen Monat nach dem Erhalt des Protokolls muss der Gesellschafter Widerspruch eingelegt haben.

Er muss verlangen, dass das Protokoll korrigiert oder ergänzt und an alle Gesellschafter verteilt wird. Ohne solche individuell getroffenen Bestimmungen sind die Voraussetzungen an die Beschlussfähigkeit niedrig: Wenn eine ordnungsgemäße Einladung an alle Gesellschafter verschickt wurde, muss nur einer von ihnen sie wahrnehmen. Auch das ist grundsätzlich möglich, sollte aber ebenfalls im Gesellschaftsvertrag geregelt sein. Ein Stimmrechtsverbot besagt, dass ein Gesellschafter zu einem Beschluss kein Stimmrecht ausüben darf. Das sind Beschlüsse, die gegen die Person des Gesellschafters selbst gerichtet sind. Der Geschäftsführer muss bei einer Gesellschafterversammlung immer anwesend sein Beinhaltet der Gesellschaftervertrag keine besonderen Vorgaben zur Beschlussfassung außerhalb einer Gesellschafterversammlung, gilt § 48 Abs. 2 GmbhG. Darin wird die schriftliche Beschlussfassung zugelassen, in der jeder Gesellschafter in Schrift- oder Textform abstimmt. Wenn die Stimmabgabe in Schriftform erfolgen soll, ist ein Scan oder Fax der unterschriebenen Stimmabgabe nicht rechtskräftig.